HELFTA KLASSISCH Juni 2001

Konzertmitschnitt im Kloster Helfta
HELFTA KLASSISCH - Juni 2001

Ingo Fritz (Violine/Viola), Marco Reiß (Violine), Angela Klotz (Violoncello), Wolfram Wessel (Kontrabass),
Undine Dreißig (Mezzosopran),
Yoichi Yamashita (Violine),
Tilman Schneider (Trompete),
Reinhard Seehafer (Cembalo)




Georg Philipp Telemann (1681 - 1767)
Sonate Nr. 1 D-Dur aus 6 Quartette oder Trios TWV 43 : D2
1 - Dolce
2 - Allegro
3 - Grave
4 - Allegro







5 - A. Stradella - "Gebet"







Georg Philipp Telemann (1681 - 1767)
Sonate Nr. 4 G-Dur aus 6 Quartette oder Trios TWV 43 : G3
6 - Largo
7 - Divertimento 1 Allegro
8 - Divertimento 2 Giacondo
9 - Divertimento 3 Allegro







10 - L. Leo - Arie aus Olimpiade







Georg Philipp Telemann (1681 - 1767)
Sonate D-Dur für Trompete, Streicher und Basso continuo TWV 44 :1
11 - Spirituoso
12 - Largo
13 - Vivace






CD des Magdeburger Rossini-Quartetts

Telemann-Sonaten im Kloster Helfta
Von Liane Bornholdt

Magdeburg.
Dieser Tage wird eine CD im Handel sein, die in der Klosterkirche Helfta aufgenommen wurde, einer Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die sich durch eine ganz besondere Akustik auszeichnet. Es handelt sich um den Life-Mitschnitt eines Konzertes, welches das Magdeburger Rossini-Quartett und Gäste dort im Sommer 2001 gegeben haben.

Auf der Platte sind drei Sonaten Telemanns zu hören, aus der Sammlung der Sechs Quartette oder Trios TWV 43 die Sonaten Nr. 1 D-Dur und Nr.4 G-Dur, sowie die Trompetensonate D-Dur TWV 44:1. Außerdem ist die Magdeburger Altistin Undine Dreißig mit einem Gebet von Antonio Stradella und der Arie aus Leonardo Leos Oper „L’Olimpiade“ zu hören mit wandlungsfähiger, genauer Stimmcharakterisierung.
Die Aufnahme gewinnt ihren besonderen Reiz nicht nur durch das sehr schöne und kultivierte Spiel der Musiker, sondern vor allem auch durch den auf der Platte sehr intensiv nachzuempfindenden Raumklang. Ein schöner diskreter Klang verbindet sich beim Hören mit dem Eindruck der Weite des Kirchenraumes, was diese Aufnahme jeder ausgefeilten Studioaufnahme überlegen macht.

Darüber hinaus gelingt es den Musikern des Rossini-Quartetts, hier mit Marco Reiß und Ingo Fritz, Violine, Angela Klotz, Violoncello, und Wolfram Wessel, Kontrabass, sowie als Solisten Yoichi Yamashita, Violine, Tilman Schneider, Trompete, und Reinhard Seehafer am Cembalo, sehr schön, die besondere Farbigkeit von Telemanns Musik hervorzuheben. So ist etwa der Klang im Eingangssatz Dolce der ersten Sonate wirklich süß, das Grave majestätisch voll klingend und das Allegro nicht nur flott, sondern freudig bewegt.
Hervorragend auch die Solotrompete mit einem gleichermaßen klaren und weichen Ton, der niemals vordergründig die Begleitinstrumente niederschmettert. Eine ausgezeichnete Ensembleleistung, die diese Platte wirklich hörenswert macht.