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25. Mai 2004
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15 Jahre Rossini-Quartett in Magdeburg: Festkonzert heute um 17 Uhr im Palais am Fürstenwall Reichtum der Kammermusik Von Liane Bornholdt
Magdeburg. Es begann mit einer besonderen Partitur. Der Kontrabassist des Städtischen Orchesters, der heutigen Magdeburgischen Philharmonie, Wolfram Wessel hatte die Partitur von Gioacchino Rossinis sechs „Sonate a quattro“, Kompositionen, die für eine ungewöhnliche kammermusikalische Besetzung geschrieben wurden, für zwei Geigen, Violoncello und Kontrabass. Da übliche Streichquartette mit zwei Geigen, Bratsche und Violoncello diese Stücke nicht spielen konnten, fanden sich vier Musiker des Orchesters, Marco und Bettina Reiß, Violine, Jochen Stengel, Violoncello und Wolfram Wessel am Kontrabass zusammen, schrieben sich die einzelnen Stimmen aus der Partitur und studierten die Sonaten, die nur selten in der Originalbesetzung zu hören sind. Das neu gegründete Streichquartett gab sich den Namen des historischen Initiators ihrer Besetzung, und im November 1989 war das Rossini-Quartett im Rahmen der Rathauskonzerte zum ersten Mal zu hören. Es erklangen Sonaten „a quattro“ von Gioacchino Rossini, in der Originalbesetzung möglicherweise eine Erstaufführung für Magdeburg.
Den Musikern machte ihr Spiel in der besonderen Besetzung viel Spaß, und sie begannen nach weiterer Literatur zu forschen, „normale“ Streichquartette wurden adaptiert, Divertimenti von Mozart einstudiert. Musizier- und Experimentierfreude wurde zum Markenzeichen des jungen Ensembles.
Das Rossini-Quartett eroberte sich bald einen festen Platz unter den Kammermusikensembles der Landeshauptstadt. Dies vor allem deshalb, weil die Musiker sehr fleißig waren und an vielen Orten und zu vielen Gelegenheiten auftraten. Seit 1991 geben die Musiker in jedem Jahr mindestens ein Benefizkonzert für unicef, sie spielen in Krankenhäusern, für die AWO und die Charitas. Und von Anfang an pflegten sie Kontakte zu ihrem Publikum genauso wie zu Musikvereinen und Kunst begeisterten Sponsoren der Stadt, wie Stadtsparkasse, Gero-AG und Stroer-Stadtmarketing u. a. Das Rossini-Quartett wurde zu Auftritten der verschiedenen Kammermusikreihen in Magdeburg eingeladen, etwa im Theater und zu den Kreuzgangserenaden.
Von 1993 bis 1997 hatte das Quartett sogar eine eigene Konzertreihe ins Leben gerufen, die „Magdeburger Kammermusiksonntage“ im Jugendstilsaal der damaligen Stadtbibliothek in der Weitlingstraße. Gemeinsam mit dem Schauspieler Klaus Glowalla verbanden sie unter herzlicher und reger Anteilnahme des Publikums Rezitation und Musik. Höhepunkt für die Musiker und das Publikum war ein gemeinsames Konzert 1997 mit dem weltberühmten Gewandhausquartett, bei dem u. a. Mendelssohns Oktett für Streicher erklang.
Gemeinsame Auftritte mit Musikerfreunden und Gästen gehören inzwischen zur Normalität des Quartetts, und es werden interessante und abwechslungsreiche Programme kreiert. So tourte das Rossini-quartett mit Gästen im vergangenen Jahr zu 14 Orten an der Straße der Romanik mit einem musikalisch-literarischen Programm, für das u. a. Peter Sodann als Sprecher gewonnen wurde und der Komponist Reinhard Seehafer ein neues Stück komponiert hat.
Auch in diesem Jahr soll es eine Sommerkonzertreihe geben, dessen thematische Klammer „Sachsen-Anhaltiner im Weltgeschehen“ sein wird. Ein Wunsch des Quartettes ist es, einmal an allen 60 Orten an der Straße der Romanik gespielt zu haben.
Seinen 15. Geburtstag begeht das Rossini-Quartett natürlich mit einem Konzert. Heute um 17 Uhr spielt das Rossini-Quartett und Gäste ein Dvorak-Programm im Magdeburger Palais am Fürstenwall. Auf dem Programm stehen das Streichquintett G-Dur, das „Lied an den Mond“aus "Rusalka", zwei Duette aus den „Mährischen Liedern“ sowie das Inflammatus aus dem Stabat Mater von Dvorak.
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27. Mai 2004
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15 Jahre Rossini-Quartett Jubiläumskonzert für einen guten Zweck Von Ingeburg Friedrich Es ist das Markenzeichen des Rossini-Quartettes, das sich aus Musikern der Magdeburgischen Philharmonie zusammensetzt, dass sie immer offen waren und sind, ihre künstlerischen Kräfte zugunsten gemeinnütziger Ziele einzusetzen. In dieses Konzept passte, dass das Jubiläumskonzert anlässlich des 15-Jährigen Bestehens des Ensembles ein Benefiz-Konzert zugunsten des Ehrenamtes in Magdeburg war. Als Veranstalter dieses besonderen Konzertes fungierten zudem die Diakonie, die AWO und der DPWV, alles Vereinigungen, die auf ehrenamtliche Mitarbeit vieler Enthusiasten angewiesen sind, um ihr Wirken zugunsten der Schwachen ausüben zu können. Deshalb gab es auch viele Worte des Lobes für die Künstler des Rossini-Qurtettes, die die gesamten Einnahmen zur Verfügung stellten. Ein sehr anspruchsvolles Programm mit Werken von Antonin Dvorak, dem Komponisten wunderschöner böhmisch – melodieseliger Kammermusik, erklang für die zahlreichen Hörer im Saal des Palais am Fürstenwall. Eröffnet wurde die Soiree mit dem Streichquintett G-Dur op.77, dem einzigen Kammermusikwerk Dvoraks, das zum üblichen Streichquartett mit einem zusätzlichen Kontrabass besetzt ist. Dadurch entsteht eine geradezu orchestrale Klangfülle. Die Künstler, Yoichi Yamashita und Marco Reiß, Violinen, Ingo Fritz, Viola, Zsolt Visontay, Violoncello und Wolfram Wessel, Kontrabass, hatten sich in die Tonsprache Dvoraks, der den Instrumenten jeweils dankbare Solopartien zuweist, sehr eingelebt. Sie spielten das Werk mit intensivem Glanz. Dies gilt auch für das abschließende Klavierquintett A-Dur op. 81, bei dem der Leipziger Pianist Christoph Taubert, sehr präsent und rhythmisch exakt, den Klavierpart übernommen hatte. Sehr sicher wurde das umfangreiche Werk , das blühende Kantilenen und furiose Tempi aufweist, dargeboten. Bereichert wurde das Konzert durch Gesangsbeiträge. Undine Dreißig, die ständiger Gast bei den Konzerten des Rossini-Quartettes ist, sang aus Dvoraks Stabat Mater „Inflammata“ , einen getragenen Satz, der die dunkleren Töne ihrer weiten Klangskala und ihr weiches Timbre wunderbar zur Geltung brachte. Gemeinsam mit der Sopranistin Stefanie Fels gab es ein freundliches Duett aus Dvoraks „Klänge aus Mähren“ und schließlich das bekannte „Lied an den Mond“ aus Rusalka. Stehende Ovationen zollte das begeisterte Publikum den beliebten Künstlern zum Abschluss des Abends.
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